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MSM - Organischer Schwefel

MSM - Organischer Schwefel
MSM - Methylsulfonylmethan (Organischer Schwefel) Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil... mehr

MSM - Organischer Schwefel

MSM - Methylsulfonylmethan (Organischer Schwefel)

Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil vieler körpereigener Stoffe und macht im Körper einen Anteil von 0,2% aus. Zum Beispiel ist er enthalten in vielen Aminosäuren (Cystein, Taurin, Methionin etc.), und Hormonen (Insulin). Aminosäuren werden zum Aufbau von Proteinen benötigt, die in Muskeln, Knorpeln, Knochen, Haaren und den Zähnen vorkommen. Cystein ist ein Bestandteil von Glutathion, einem starken körpereigenen Antioxidans, das die DNA vor Schädigungen schützt. Auch ist Cystein für die Produktion der Gelenkschmiere erforderlich.
Im Allgemeinen nimmt der Körper über Eiweiße in der Nahrung ausreichend Schwefel auf (Fisch, Fleisch, Milch, Hülsenfrüchte). Auch Zwiebeln, Meerrettich, Knoblauch, Kohl und Lauch enthalten Schwefel-Verbindungen, deren gesundheitsfördernde Wirkung schon in der Jahrhunderte alten Volksmedizin überliefert sind.

Mittlerweile wurde MSM auch wissenschaftlich erforscht, sowohl an Zellen, an Tieren als auch mittels randomisierter placebo-kontrollierter Studien an Menschen, allerdings gibt es nicht besonders viele Studien.

In einigen wissenschaftlichen Studien wurde zum Beispiel untersucht, ob es bei Osteoarthritis (chronische Gelenkerkrankungen) und Knieschmerzen hilft. Diese Studien weisen darauf hin, dass es helfen kann, sowohl die Bewegungseinschränkungen als auch die Schmerzen zu lindern. Allerdings sind die Stichproben recht klein und es wurde auch nicht untersucht, ob der Erfolg dauerhaft Bestand hatte (Lubis et al. Tennent et al. 2017, Usha & Naidu 2004, Xie et al. 2008).

Es gibt auch Studien, die darauf zielen, ob MSM wirkungsvoll sein kann bei Allergien, Hautkrankheiten (Rosacea, Ichthyose; (Berardesca et al. 2008, Fleck 2006) und entzündlichen Prozessen im Körper.
Zum Beispiel konnte in einer US-Studie mit Freiwilligen, die über einen Monat 2.600 mg MSM erhielten, eine signifikante Linderung der Heuschnupfen-Symptome erzielt werden. Außerdem verringerten sich die asthmatische Beschwerden und die Patienten berichteten von einer deutlichen Besserung ihres Allgemeinzustands (Barranger et al. 2002).

Auch die Wirkung von MSM auf Tumorzellen wird erforscht, sowohl für Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs (Lin et al. 2012, Kang et al. 2017; Karabay et al. 2016, Velusamy & Tamizhselvi 2018). So zeigte eine Studie der Universität Ankara, dass MSM die Apoptose (programmierter Zelltod) in Krebszellen auslöste. Es veränderte auch die Ausprägung verschiedener apoptosebedingter Gene und Proteine (Karabay et al. 2016). Eine weitere Studie der Universität in Seoul an Brustkrebszellen, dass MSM die Moleküle hemmt, die hauptsächlich für Entwicklung, Wachstum und Metastasenbildung der Krebszellen verantwortlich sind. Die Forscher empfehlen wärmstens, MSM in der Brustkrebstherapie einzusetzen (Lin et al. 2012).

Dosierung: Die empfohlene Dosierung der Verbraucherschutzzentrale für MSM liegt bei 50 mg am Tag. Viele der oben genannten Studien (insbesondere zu chronischen Gelenkschmerzen) beinhalten Gaben von bis zu 3.000 mg am Tag unter ärztlicher Aufsicht. Allgemein wird darauf hingewiesen, dass organischer Schwefel den Körper entgiftet. Allerdings sind dann Entgiftungssymptome möglich, wie Kopfschmerzen, Durchfall und Hautausschläge. Dann sollten Sie die Dosis deutlich verringern. Sollten Sie schwanger sein, besprechen Sie die Einnahme vorher unbedingt mit Ihrem Arzt.

Quellen:

Barrager, E., Veltmann, J.R. Jr, Schauss, A.G., Schiller, R.N. (2002): A multicentered, open-label trial on the safety and efficacy of methylsulfonylmethane in the treatment of seasonal allergic rhinitis. J. Altern. Complement. Med., Vol. 8(2): 167-73.

Berardesca, E., Cameli, N., Cavallotti, C., Levy, J.L., Piérard, G.E., de Paoli Ambrosi, G. (2008): Combined effects of silymarin and methylsulfonylmethane in the management of rosacea: clinical and instrumental evaluation. J. Cosmet. Dermatol., Vol. 7(1): 8-14. doi: 10.1111/j.1473-2165.2008.00355.x.

Fleck, C.A. (2006): Managing ichthyosis: a case study. Ostomy Wound Manage 2006, Vol. 52 (4): 82-90.

Kang, D.Y., Darvin, P., Yoo, Y.B., Joung, Y.H., Sp, N., Byun, H.J., Yang, Y.M. (2016): Methylsulfonylmethane inhibits HER2 expression through STAT5b in breast cancer cells. Int. J. Oncol., Vol. 48(2): 836-42. doi: 10.3892/ijo.2015.3277.

Karabay, A.Z., Koc, A., Ozkan, T., Hekmatshoar, Y., Sunguroglu, A., Aktan, F., Buyukbingol, Z. (2016): Methylsulfonylmethane Induces p53 Independent Apoptosis in HCT-116 Colon Cancer Cells. Int. J. Mol. Sci., Vol. 17(7). pii: E1123. doi: 10.3390/ijms17071123. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4964498/ Abruf vom 13.09.2018)

Lim, E.J. Et al. (2012): Methylsulfonylmethane suppresses breast cancer growth by down-regulating STAT3 and STAT5b pathways. PLoS One, Vol. 7 (4): e33361. doi: 10.1371/journal.pone.0033361 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3317666/ Abruf vom 13.09.2018)

Lubis, A., Siagian, C., Wonggokusuma, E., Marsetyo, A.F., Setyohadi, B. (2017): Comparison of Glucosamine-Chondroitin Sulfate with and without Methylsulfonylmethane in Grade I-II Knee Osteoarthritis: A Double Blind Randomized Controlled Trial. Acta Med. Indones., Vol. 49 (2): 105-111. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28790224, Abruf vom 11.09.2018)

Tennent, D.J., Hylden, C.M., Kocher, B.K., Aden, J.K., Johnson, A.E. (2017): A randomized controlled trial evaluating methylsulfonylmethane versus placebo to prevent knee pain in military initial entry trainees. US Army Med. Dep. J. Vol. Oct-Dec (3-17): 21-25.

Usha, P.R. & Naidu, M.U.R (2004): Randomised, Double-Blind, Parallel, Placebo-Controlled Study of Oral Glucosamine, Methylsulfonylmethane and their Combination in Osteoarthritis. Clin. Drug Investig., Vol. 24: 353. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17516722

Velusamy RK, Tamizhselvi R. (2018): Protective effect of methylsulfonylmethane in caerulein-induced acute pancreatitis and associated lung injury in mice. J. Pharm. Pharmacol., Vol. 70(9): 1188-1199. doi: 10.1111/jphp.12946.

Xie, Q., Shi, R., Xu, G., Cheng, L., Shao, L., Rao, J. (2008): Effects of AR7 Joint Complex on arthralgia for patients with osteoarthritis: results of a three-month study in Shanghai, China. Nutr. J. Vol. 7: 31. doi: 10.1186/1475-2891-7-31. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18954461, Abruf vom 11.09.2018)

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